(Erste Fassung der "Einzelausgabe" für den 35· Parteitag der Radikalen Partei - Budapest 22. - 26. April 1989)März 1979
LEBEN FÜR MILLIONEN UND SOFORT: DIE KAMPAGNE DER RADIKALEN PARTEI
Die Kampagne der Radikalen Partei gegen die Vernichtung durch Hunger im Süden des Erdballs beginnt. Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der UNICEF, da Millionen Menschen vom Hungertod bedroht sind, wenn nicht sofort eine internationale Hilfsaktion ins Leben gerufen wird, beginnt der italienische Politiker Marco Pannella einen 40 Tage dauernden Hungerstreik. Er fordert von allen Regierungen au erordentliche Ma nahmen, um zumindest sofort 5 Millionen Leben zu retten. Die Radikale Partei setzt den traditionellen Konzepten der wirtschaflichen Hilfe, die auf Industrialisierungs- und Handelsentwicklung der armen Länder gegründet sind, und diese eigentlich in die Lage hätte versetzen müssen, die notwendigen Lebensmittel auf dem Markt zu erwerben, einen völlig anderen Ansatz entgegen. Die traditionelle Entwicklungsstrategie ist in der Tat gescheitert, denn sie produziert immer mehr Hungertote, sie erhöht das Auslaugen der fruchtbaren Böden durch Monokultur, sie verstärkt die Landflucht der Bevölkerung in die S
lums der Städte, verursacht die Zerstörung der Umwelt und bestärkt die Korruption. Also mu damit begonnen werden, au erordentliche Ma nahmen zu fördern, die sich auf die Befriedigung der Grundbedürfnisse beschränken, um so viele bedrohte menschliche Leben zu retten wie möglich. Darüberhinaus fordert die Radikale Partei, da alle Länder die Resolution Nr. 2626 der UNO-Vollversammlung beachten, und mindesten 0,7 % ihres Bruttosozialprodukts für öffentliche Entwicklungshilfe ausgeben.
Ostern 1979
10.000 PERSONEN DEMONSTRIEREN FÜR DAS LEBEN, DEN FRIEDEN UND ABRÜSTUNG
10.000 Personen nehmen an dem ersten Protestmarsch für "das Leben, den Frieden und Abrüstung" teil, der von der Radikalen Partei in Rom organisiert wird.
Januar 1980
DAS ERSTE GEMEINSAME SATYAGRAHA IN EUROPA
Von Januar bis April beteiligen sich Hunderte von Radikalen an einer Aktion "Unterernährung", das hei t sie nehmen nicht mehr als 1000 Kalorien am Tag zu sich, das ist für die unterentwickelten Länder der durchschnittliche Tagessatz. Diese Aktion findet ihren Höhepunkt in einem gemeinsamen Hungerstreik.
März 1980
DAS PARTEIEMBLEM DER RADIKALEN PARTEI TRÄGT ZUM ZEICHEN DER TRAUER FÜR DIE DURCH HUNGER VERNICHTETEN EINEN TRAUERFLOR
Der 23. Parteitag der Radikalen Partei setzt den Kampf gegen die Vernichtung durch Hunger an die erste Stelle; zum Zeichen des Mitleids und der Trauer versieht die Partei das Parteiemblem mit einem Trauerflor, solange bis die offizielle Politik des Todes durch Hunger und Krieg besiegt ist.
Das Manifest der 53 Nobelpreisträger gegen den Hungertod und für mehr Entwicklungsanstrengungen, gefördert von den radikalen Abgeordneten im Europäischen Parlament, wird gleichzeitig in Paris, Rom, New York und Genf vorgestellt. "Jeder von uns, wir alle müssen für Gesetze eintreten, die die Lebenden retten, denn wir dürfen nicht töten, nicht ausrotten, auch nicht aus Trägheit, auch nicht aus Unterlassung und auch nicht aus Gleichgültigkeit."
Bis heute haben einhundertdreizehn Nobelpreisträger den Appell unterschrieben.
Juli 1981
DER BELGISCHE SENAT MACHT SICH DAS MANIFEST DER NOBELPREISTRÄGER ZU EIGEN
Brüssel: der belgische Senat verpflichtet mit einem Beschlu die Regierung, das Manifest der Nobelpreisträger zum Kernpunkt ihrer Au enpolitik und Entwicklungshilfe für die Länder der Dritten Welt zu machen.
Juli 1981
DIE ITALIENISCHE ABGEORDNETENKAMMER BESCHLIESST: DAS ÜBERLEBEN SICHERN
Rom: die Abgeordnetenkammer verpflichtet die Regierung, " alles in ihrer Macht stehende zu tun, um zusätzliche Mittel in Höhe von 3.000 Milliarden Lire für Notma nahmen freizusetzen, zu dem Zweck, von Dezember 1981 an möglichst viele Menschenleben zu retten, die sonst unweigerlich dem Hungertod ausgeliefert sind."
September 1981
EUROPÄISCHES PARLAMENT: 5 MILLIONEN ECU ZUR RETTUNG VON 5 MILLIONEN MENSCHEN
Strassburg: das Europäische Parlament fordert von der Kommission, einen Notplan auszuarbeiten, um noch im Jahr 1982 mindestens 5 Millionen Menschen vor dem Hungertod und Unterernährung zu retten
. und demzufolge au erordentliche zusätzliche Haushaltsmittel ì
für 1981 in Höhe von 5 Millionen ECU ( 5 Millionen US-Dollar) bereitzustellen.
September 1981
MARCO PANNELLA IM HUNGERSTREIK FÜR DIE FORDERUNGEN DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS
Paris: Marco Pannella teilt der UNESCO mit, da er einen Hungerstreik beginnen wird, um damit die Forderungen des Europäischen Parlaments zu unterstützen. Es enstehen in Frankreich viele Komitees zur Unterstützung des Appells der Nobelpreisträger und der gewaltlosen Aktion Marco Pannellas.
September 1981
IN BRÜSSEL ENTSTEHT "FOOD AND DISARMENT INTERNATIONAL"
In Brüssel wird die internationale Organisation "Food and Disarmament International" gegründet. Zum Sekretär wird Jean Fabre gewählt, vormals Sekretär der Radikalen Partei. Im Verwaltungsrat sitzen die Nobelpreisträger für Physik Hannes Alfven und Abdus Salam, der belgische Abgeordnete Jean Luis This, der belgische Senator Pierre Van Roye und die radikalen Abgeordneten Marco Pannella und Emma Bonino.
November 1981
APPELL WILLY BRANDTS ZUR BEACHTUNG DER BESCHLÜSSE DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS
Feierlicher Appell Willy Brandts und weiterer 150 europäischer Abgeordneter zur sofortigen Ausführung der Resolution des Europäischen Parlaments, in der die Institutionen der Gemeinschaft verpflichtet werden, 5 Millionen ECU bereitzustellen, um die Millionen Menschen vor dem drohenden Hungertod zu retten. In der Folge dieser Erklärung bricht Marco Pannella seinen schon 60 Tage dauernden Hungerstreik ab.
November 1981
DER PARTEITAG DER RADIKALEN PARTEI ERKLÄRT DEN ZIVILEN UNGEHORSAM ZUR PFLICHT
Der Parteitag der Radikalen Partei nimmt in das Parteistatut die folgende Präambel auf, in der sie erklärt: "Recht und Gesetz sind auch für die Radikale Partei politisches Recht und Gesetz; die Achtung des Rechts und des Gesetzes ist die einzige Quelle der Legitimität aller Institutionen; es besteht eine Pflicht zum zivilen Ungehorsam, zur Aufkündigung der Mitarbeit, zur Wehrdienstverweigerung, zum gewaltlosem Kampf, als höchste Form der Verteidigung - mit dem Leben - des Lebens, des Rechts und des Gesetzes. Die Radikale Partei erklärt den christlichen und humanitären Imperativ des "Du sollst nicht töten" zum historisch absoluten Gesetz, für das keine Ausnahme gilt, auch nicht im Falle der Notwehr."
März 1982
"ÜBERLEBEN 1982"
Die Kampagne "Überleben 1982" wird eröffnet. Der Dominikanerpater Jean Cardonnel, Mitglied der Radikalen Partei, beginnt einen 40-tägigen Hungerstreik. Er fordert die französische Regierung auf, Initiativen gegen die Vernichtung durch Hunger zu ergreifen.
Ostern 1982
FÜR MILLIONEN LEBENDE SOFORT
50.000 Personen nehmen an dem zweiten Ostermarsch in Rom unter dem Motto "Für Millionen Lebende sofort" teil, an der Spitze gehen die Nobelpreisträger Lord Philip Noel Baker, Betty Williams, Hannes Alfven.
April 1982
AUCH IM OSTEN GEGEN DIE VERNICHTUNG DURCH HUNGER
Gleichzeitig wird in Moskau, Prag, Budapest, Ost-Berlin und Sofia demonstriert. Radikale aus Belgien, Frankreich, Italien und Spanien informieren die Bürger der osteuropäischen Länder über den Inhalt des Manifests der Nobelpreisträger und protestieren gegen die mangelnden Anstrengungen der kommunistischen Regierungen im Kampf gegen den Hunger. Es kommt zu Verhaftungen und Ausweisungen.
Januar - Juni 1983
HUNGER- UND DURSTSTREIK VON MARCO PANNELLA
Hunger- und Durststreik von Marco Pannella. Der radikale Politiker führt mehrmals hintereinander diese extreme Form des gewaltlosen Kampfes durch, um damit gegen die Gleichgültigkeit der politischen Führungsschichten gegenüber der Tragödie historischen Ausma es mit 30 Millionen Hungertoten im Süden des Erdballs zu protestieren, und fordert die Einhaltung der Verpflichtungen, die das Parlament und die Regierung öffentlich übernommen haben.
Juli 1983
IN BELGIEN WIRD DAS GESETZ "SURVIE" VERABSCHIEDET
Der belgische Senat verabschiedet definitiv das sogenannte Gesetz "Survie", das "die Einrichtung eines Überlebensfonds für die Länder der Dritten Welt vorsieht, dazu bestimmt, das Überleben der von Hunger, Unterernährung und Unterentwicklung bedrohten Menschen in den Ländern der Dritten Welt zu sichern, in denen die höchsten Sterberaten verzeichnet werden."
Juli 1983
453.000 UNTERSCHRIFTEN IN ITALIEN FÜR DAS ÜBERLEBEN VON DREI MILLIONEN MENSCHEN
Die Radikale Partei sammelt Unterschriften von 453.000 italienischen Bürgern und von 3.166 Bürgermeistern unter eine Petition, die vom italienischen Parlament die Verabschiedung eines Gesetzes zu dem Zweck fordert, mindestens 3 Millionen Menschenleben in den Regionen zu retten, in denen der Hunger am stärksten wütet. Diese Überlebensma nahmen sollen an eine wirksame Entwicklungspolitik zur Sicherung der Selbstversorgung gebunden sein .
Januar 1984
3.200 FRANZÖSISCHE BÜRGERMEISTER APPELLIEREN AN MITTERAND
3.200 französische Bürgermeister richten einen Appell an den französischen Staatspräsidenten und fordern die Verabschiedung eines Gesetzes zur Rettung der innerhalb der nächsten zwölf Monate zum Hungertod verdammten Menschen.
April 1984
GESETZESENTWURF IN ITALIEN: 3.000 MILLIARDEN FÜR 3 MILLIONEN LEBENDE
Auf Initiative der radikalen Abgeordneten wird von den Fraktionsvorsitzenden der Christdemokraten (der Partei mit relativer Mehrheit), der Sozialisten, der Sozialdemokraten, der Liberalen und Radikalen sowie von weiteren 117 Abgeordneten ein Gesetzesentwurf eingebracht, der au erordentliche Ma nahmen zur Rettung von 3 Millionen vom Hungertod bedrohter Menschen durch die Bereitstellung von 3.000 Milliarden Lire vorsieht.
April 1984
INTERNATIONALES TREFFEN ZUR UNTERSTÜTZUNG DES ITALIENISCHEN GESETZESENTWURFS
Internationaler Kongre in Rom zur Unterstützung des von den italienischen Abgeordneten eingebrachten Gesetzesentwurfs gegen die Vernichtung durch Hunger. Gefördert von "Food and Disarmament International","Parlamentarians for World Order" und von PARIFA, unter der Schutzherrschaft und Beteiligung des italienischen Staatspräsidenten, der Präsidenten des Senats und der Abgeordnetenkammer findet vom 17. bis 19. April 1984 in Rom ein Kongre über den von den italienischen Abgeordneten eingebrachten Gesetzesentwurfs gegen die Vernichtung durch Hunger, der gerade in der Abgeordnetenkammer diskutiert wird, statt. Auf dem Kongre sprechen der italienische Regierungschef und viele Repräsentanten afrikanischer Staaten.
April 1984
80.000 FüR DIE VERABSCHIEDUNG DES GESETZES
80-tausend Menschen nehmen in Rom an dem Protestmarsch für "3 Millionen Leben sofort" teil, sie fordern vom italienischen Parlament die Verabschiedung des von 117 Abgeordneten eingebrachten Gesetzesentwurfs gegen die Vernichtung durch Hunger.
Juni 1984
NATIONALVERSAMMLUNG IN PARIS FÜR DAS ÜBERLEBEN
"Assises nationales de la Survie et du Developpement" in Paris, organisiert von "Food and Disarmament International". Vor den anwesenden 700 Teilnehmern sprechen unter anderen die Nobelpreisträger Andre Cournard, Sean Mac Bridge, George Wald und Maurice Wilkins.
Juni 1984
MITTERAND WIRD DER APPELL DER 7.000 BÜRGERMEISTER ÜBERREICHT
Eine Abordnung der Kampagne "Survie" wird im Elisee-Palast von Staatspräsident Mitterand empfangen. Der Nobelpreisträger Louis Neel und Jean Fabre, Generalsekretär von "Food and Disarmament International" übergeben dem französischen Staatspräsidenten offiziell einen von 7.000 französischen Bürgermeistern unterschriebenen Appell, in dem die Verabschiedung eines Gesetzes zur Rettung der Menschen, die sonst dem Hungertod ausgeliefert wären, gefordert wird.
März 1985
DAS ITALIENISCHE PARLAMENT BESCHLIESST: 1.900 MILLIARDEN IN 18 MONATEN GEGEN DEN HUNGER
In Italien wird ein Gesetz verabschiedet zur "Verwirklichung integrierter, alle Wirtschaftssektoren umfassender Programme für eine oder mehrere unterentwickelte Gebiete, die sich in einer Notlage befinden und eine sehr hohe Sterblichkeitsrate haben." Allgemeines Ziel dieses Gesetzes ist, eine möglichst gro e Zahl von Menschen zu retten, die sonst dem Hungertod ausgeliefert wären. Die bereitgestellten Finanzmittel in Höhe von 1.900 Milliarden Lire sollen für au erordentliche Ma nahmen in diesem Sinne eingesetzt werden. Das Gesetz bestimmt ebenfalls, da die entsprechenden Programme innerhalb von 18 Monaten unter Leitung eines speziell ernannten Unterstaatssekretärs auszuarbeiten sind.
Mai 1985
EMMA BONINO WIRD SEKRETÄRIN VON "FOOD AND DISARMAMENT INTERNATIONAL
Emma Bonino, radikale Abgeordnete im Europäischen Parlament, wird zur Generalsekretärin von "Food and Disarmament International" gewählt. Jean Fabre wird Präsident der Organisation.
Februar 1986
MANIFEST DER STAATSCHEFS: BRINGT DIE WÜSTE ZUM BLÜHEN !
Manifest der Staatschefs gegen die Vernichtung durch Hunger. "Food and Disarmament International" organisiert ein internationales Kolloquium in Rom, auf dem das Manifest der Staatschefs gegen die Vernichtung durch Hunger, für das Recht auf Leben und Freiheit der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Juni 1986
DER UNO-SICHERHEITSRAT RUFT AUF, DIE BEDROHUNG DURCH DEN HUNGER AUFZUHALTEN
Die italienischen Abgeordneten fordern das Eingreifen des UNO-Sicherheitsrats. Die italienische Abgeordnetenkammer stimmt ohne Gegenstimme für eine Resolution, die die Regierung zu einer Serie internationaler Initiativen verpflichtet, im Besonderen zur Einberufung einer Sitzung des Europäsichen Rats und des UNO-Sicherheitsrates mit dem Thema des Kampfes gegen die Vernichtung durch Hunger von Millionen Menschen im SÜden des Erdballs. Die Resolution fordert ebenfalls, da dem Appel der Staatschefs mit konkreten Ma nahmen geantwortet wird.
April 1987
BRÜSSEL: SCHWEIGEMARSCH GEGEN DEN BETRUG DER REGIERUNG
Schweigemarsch gegen den Hunger in Brüssel, auf dem auch angeklagt wird, da die belgische Regierung bisher keine Anstrengungen unternommen hat, das 1983 verabschiedete Gesetz "Survie" in die Praxis umzusetzen. An dem von "Food and Disarmament International" organisierten Schweigemarsch durch die belgische Hauptstadt nehmen 2.000 Personen teil und fordern die belgische Regierung auf, der Verpflichtung nachzukommen, mindestens 0,7 % des Bruttosozialprodukts für die öffentliche Entwicklungshilfe bereitzustellen, und das Gesetz "Survie" sofort und dem Buchstaben nach in die Tat umzusetzen. Vier Jahre nach der Verabschiedung war nur ein unerheblicher Teil der Finanzmittel genutzt und ausgegeben worden.
Januar 1988
PARIS: 40.000 KERZEN ZUM GEDENKEN AN DIE 40.000 HUNGERTOTEN
40.000 Kerzen sollen auf einem Schweigemarsch in Paris an die 40.000 Menschen erinnern, die jeden Tag verhungern. Die Demonstration wurde von "Food and Disarmament International" anlä lich der Aufforderung Staatspräsidents Mitterand und der Nobelpreisträger zum Nachdenken über das Jahr 2000 organisiert worden. Es wird auch die schuldhafte Gleichgültigkeit der französischen Regierung gegenüber der Vernichtung durch Hunger angeklagt. 40.000 Kerzen werden in den "Jardins du Palais Royal angezündet, um an die 40.000 Menschen zu erinnern, die jeden Tag verhungern.
Februar 1988
IHRE MAJESTÄT, HERR MARTENS HAT UNS BETROGEN !
Während der belgische König Baudouin seine Rede vor dem Europäischen Parlament in Strassburg hält, zeigt Emma Bonino, die Generalsekretärin von "Food and Disarmament International" und Abgeordnete der Radikalen Partei, ein Plakat mit der Aufschrift: "Ihre Majestät, Herr Martens hat uns betrogen ! Baudouin unterschrieb 1983 das Gesetz "Survie" und unterstrich damit das humanitäre Engagement Belgiens im Kampf gegen den Hunger in der Welt. Der Premierminister Martens dagegen hat die Anwendung dieses Gesetzes und die Nutzung der bereitgestellten Geldmittel ständig blockiert."
April 1988
MADRID: AUCH SPANIEN MUSS ZUR RETTUNG DER HUNGERNDEN BEITRAGEN
Madrid: Demonstrationen, organisiert von "Food and Disarmament International" , für das Überleben und Entwicklungshilfe. Auch in Madrid, wie vorher in Paris, werden auf dem Plaza Mayor 40.000 Kerzen entzündet zum Gedenken an die andauernde Vernichtung durch Hunger und als Anklage gegen den unzureichenden Beitrag Spaniens zum Kampf gegen den Hunger und für Entwicklung.