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Il Partito Nuovo - 30 marzo 1992
Eine laizistische und demokratische Partei

ZUSAMMENFASSUNG: Um Mitglied zu werden, braucht mu man nur den Jahresbeitrag bezahlen. Es gibt keine besondere Aufnahmeprozedur , niemand kann aus der Partei ausgeschlossen werden. Man ist ein Radikaler, auch wenn man Mitglied in einer anderen Partei ist. Die Partei versteht sich als ein Instrument zur Durchsetzung von Projekten und Idealen. Sie ist keine Kirche. Sie ist eine Partei, die sich jederzeit auflösen kann, nämlich dann wenn nicht mehr genug Energien und Geld vorhanden sind.

(DIE PARTEI NEU - No 6 - März 1992)

Es gibt nur eine einzige Bedingung dafür, Mitglied der Radikalen Partei zu werden: die Überweisung des Jahresbeitrags. Es gibt keine Schiedsgerichte oder Kommissionen, die über die Aufnahme eines neuen Mitglieds entscheiden. Niemand darf über das Verhalten eines Mitglieds urteilen, niemand kann ausgeschlossen werden.

Es gibt keinerlei Unvereinbarkeitsbeschlüsse, im Gegenteil, die Mitgliedschaft in anderen Parteien ist sogar erwünscht. Ein Demokrat mu unserer Meinung nach auch "radikal" sein, und nicht nur "nur radikal". Die Radikale Partei konkurriert in keiner Weise mit den anderen, schon gar nicht mit den "nationalen" Parteien. Sie hat ganz andere Ziele, denn sie ist eine Partei der Ideale, der Projekte und Kämpfe, und nicht eine Partei für Wahlen oder zur Erringung der Macht.

Sie hat das Porträt Gandhis zu ihrem Emblem gemacht, um zu betonen, da die politische Gewaltlosigkeit zur Zeit die Verkörperung laizistischer Toleranz und politischer Demokratie darstellt. Sie ist, zusammengenommen, eine Art WWF der Menschenrechte, eine freie Vereinigung von Menschen, die demokratische Ziele über die bestehenden nationalen Grenzen, über die traditionellen Parteien und über die Grenzen herkömmlicher Politik hinaus durchsetzen wollen. Gerade aus diesen Gründen hat sie entschieden, nicht mehr als Partei als solche an Wahlkämpfen teilzunehmen. Ihren Aktiven steht es frei, auf jedweder Liste zu kandidieren oder auch selber Wahllisten aufzustellen.

Sie ist eine "Dienstleistungspartei", die allen offensteht, organisiert von freien Individuen, die das auch in der Radikalen Partei bleiben. Sie ist eine Art Autobus, für den man eine Fahrkarte kauft - den jährlichen Mitgliedsausweis - und somit das Recht erwirbt, bis zur Endstation mitzufahren, wenn man will. Mit anderen Worten, man erwirbt ein Recht und keine Pflicht. Es besteht also keine besondere Parteidisziplin. Die Beschlüsse der Parteitage, die jedes Jahr erneut getroffen werden, sind nur für die "Führungskräfte" der Partei verbindlich, nicht für die Mitglieder.

Die Mitgliedschaft mu jedes Jahr erneuert werden, sowie die Partei jedes Jahr erneuert wird. Alle Mitglieder haben das Recht an den Parteitagen teilzunehmen und besitzen automatisch das Stimmrecht. Beschlüsse werden mit Zweidrittel-Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten verabschiedet. Auf der Grundlage dieser Beschlüsse entscheidet jedes Mitglied, ob es die Mitgliedschaft erneuern will oder nicht.

Die Partei ist in keiner Weise legitimiert, seine Mitglieder zu "vertreten", weder deren Menschlichkeit, noch deren Ideen oder allgemeinen Interessen. Eine demokratische Partei ist für uns ein Instrument, ein Mittel und Werkzeug, und nicht eine Kirche, politische Sekte oder Streitmacht. Unsere "Führungskräfte" als solche haben nur ein Mandat zur Verwirklichung der auf dem Parteitag von den Mitgliedern festgelegten Ziele, nicht jedoch das Recht, uns zu "vetreten". Sie ist also eine "schwierige" Partei, es gibt keine Befehle auszuführen, keine totalisierenden Ideologien, die man als sicheren Schild vor sich hertragen kann, und es gibt keine bequemen Machtsessel zu erobern. Man wird in der Radikalen Partei aktiv, weil man seine eigenen Überzeugungen und Hoffnungen Wirklichkeit werden lassen will.

Sie ist eine "teure" Partei, mit einem jährlichen Mindestbeitrag, der sicherlich einer der höchsten aller Parteien der Welt ist. Das ist der Garant ihrer Unabhängigkeit, darin ist ihre Stärke begründet, denn nur eine Partei, die ihren Mitgliedern soviel "wert" ist wie die tägliche Zeitung, kann gro e Ideale vertreten.

Sie ist eine arme Partei, mit minimalen Strukturen, nur denen, die absolut notwendig sind. Denn sie hat beschlossen, mindestens 80% der eigenen Finanzmittel für politische Aktivitäten auszugeben und nicht für Gehälter oder luxuriöse Parteisitze. Sie kann deshalb jederzeit entscheiden, sich total umzuwandeln, denn sie hat keine Machtpositionen zu verteidigen, keine "Vermögen" zu schützen. Sie kann auch ganz einfach den Laden dicht machen, wenn es keine Energien und kein Geld mehr gibt, weil die Mitgliederzahl zu klein ist, um sie aufrechtzuerhalten und zu stützen.

 
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