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Il Partito Nuovo - 31 maggio 1992
ICH MÖCHTE AFRIKA SAGEN...

ZUSAMMENFASSUNG: Basile Guissou, Mitglied des föderativen Rates der RP, ex Au enminister und Minister der Kooperation in der Regierung des Präsidenten Sankara in Burkina Faso, hat für diese Zeitung eine Meinung über den XXXVI Kongress geschrieben "aus dem afrikanischen Gesichtspunkt".

(DIE PARTEI NEU - No 7 - MAI 1992)

Wirklich eigenartig, diese transnationale Radikale Partei, wenn man sie leben und sich ausdrücken sieht. Nur die Besonderheit des politischen italienischen Lebens kann dieses Phänomen hervorgerufen haben. Wenn Italien nicht europäisch sondern afrikanisch wäre, hätte man von "Diktatur einer einzigen Partei" gesprochen. Die 'reale Demokratie in diesem Lande hat nämlich 'besondere' Kennzeichen: wegen dem Gewicht der katholischen Kirche und wegen der Rolle der christdemokratischen Partei, an der Macht seit einem halben Jahrhundert. Dagegen oder dadurch hat die politische Kultur einen Raum für weltliche und freiheitliche Kämpfe eröffnet, der zwanzig Jahre lang die Radikale Partei als Interpreten hatte. In dem Kongress in Bologna1988 hat die Radikale Partei die transnationale und transparteiische Dimension gewählt, welche definitiv im XXXV Kongress in Budapest 1989 angenommen wurde.

Wenn in Italien - wo sie sich nicht mehr zur Wahl stellen wird - keiner, das, fast exklusive, Monopol der RP für die Kämpfe, die mit der Methode der Gewaltlosigkeit Gandhis für das Recht der Scheidung, der Abtreibung, der Wehrdienstverweigerung durchgeführt wurden, anzweifelt, so stellen die internationalen Massenmedien sie als die "Partei der Pornographie mit Ilona Staller die ihre nackten Brüste zeigt".

In Afrika prädominiert das negative Image. Um nur ein Beispiel zu nennen: Die Kämpfe der RP um vierzigtausend afrikanische Kinder die täglich vor Hunger sterben zu retten, sind von der Presse nie berücksichtigt worden. Dank dieser Aktionen hat jedoch die italienische Regierung ein Gesetz angenommen, welches eine Ausgabe von 4 Milliarden Dollar vorsieht um in den Ländern von Sahel gegen die Trockenheit und die Wüste einzugreifen. Die Kämpfe für die Rechte der Minderheiten, für den Antiprohibitionismus in Sachen Droge, für die Adoption des uninominalen Wahlsystems, für die Abschaffung der Todesstrafe, für die politische Eingliederung der Ex-sozialistischen Länder in die Vereinigten Staaten Europas, bilden für die RP ein Ganzes: kämpfen für 'das Recht zu Leben und das Leben im Recht'.

Die RP ist nicht mehr die 'kleine italienische Partei', aber sie ist noch nicht die transnationale transparteiische Partei, welche zehntausende von Menschen für einige Ideen mobilisieren kann. Kein demokratischer Afrikaner kann, wenn er im Bilde ist, dem Appell dieser Partei, in die man ohne Treueverpflichtungen für eine Ideologie oder für ein Individuum eintritt, gegenüber gleichgültig bleiben. Wichtig sind, im Augenblick des Beitritts die Probleme der Person, der Umwelt, des Rechtes.

Die afrikanischen Demokraten - welche sich dem wichtigen Kampf für die Demokratisierung des politischen Lebens in ihren Nationalen Staaten widmen - haben viele Gründe um sich in Massen in die RP einzutragen und somit ihren Beitrag zu dem Transnationalen Projekt zu geben. Der Radikalen Partei zu helfen stärker zu werden und sich in der aktuellen globalen politischen Debatte zu behaupten, bedeuted sich selbst zu helfen und die neue afrikanische politische, demokratische Kultur besser zu verwurzeln. Es bedeuted freier und demokratischer zu sein.

Der Kongress hat sich noch sechs Monate gegeben, bis Januar 1993, um die Kräfte (die materiellen und menschlichen) seiner zukünftigen Aktionen zu suchen. Während dieser ersten Sitzung wurde kein Beschluss gefasst: einige Mitglieder waren frustriert darüber keine klaren politischen Positionen in den wichtigen Problemen mit denen sie in ihrer 'nationalen' Realität konfrontiert werden, zu erlangen. Die Situation in Osteuropa, in Kroatien, in Bosnien und Herzegowina, in Afrika (Elfenbeinküste aber auch Somalien oder äthiopien) in Cuba zum Beispiel, verdient es gewi eine angebrachte und radikale, gewaltlose politische Antwort zu bekommen. Aber... es gibt ein 'aber': es ist vordergründig und dringend eine transnationale Organisation zu gründen, und dies hängt nicht nur von dem guten Willen ab, von der Beherrschung der Verwaltungstechniken oder von der politischen Qualität der vier Verantwortlichen der Partei welche in diesen Jahren gearbeitet haben um dieses 'Mittel' des politischen Kampfes am Leben zu erhalten.

Um die 'Demokraten der ganzen Welt' - dies war der Slogan des Kongresses- zu vereinen, mu jeder von uns, im Bewu tsein seiner Verantwortung, 'sich selber aufs Spiel setzen', und die Natur und Ziele der RP erklären. Die demokratischen Afrikaner müssen sich eintragen und neue Mitglieder suchen, um zusammen an die Wurzeln - der Radikale ist 'der, der an die Wurzel geht' - des Übels, das die volle Ausdehnung der Demokratie in Afrika blockiert, zu gehen.

 
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