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Popper Karl, Bosetti Giancarlo, Il partito nuovo - 19 marzo 1993
GHANDI NACH POPPER

ZUSAMMENFASSUNG: Aus dem Buch "Karl Popper. Die Lektion dieses Jahrhunderts" von Giancarlo Bosetti, stellvertretender Direktor der "L'Unita".

(DIE NEUE PARTEI, März 1993)

Die grundlegenden Prioritäten, die sie an die Spitze des politischen Programms stellen würde: Verteidigung des Friedens, das Aufhalten des demographischen Wachstums, Förderung der gewaltfreien Erziehung. Sind diese Angaben ihrer Meinung nach politisch links oder rechts?

POPPER - Weder rechts noch links. Dieses Prioritäten weisen auf etwas hin, da den Platz der Unterscheidungen rechts-links einnehmen könnte. [...] Wir müssen dieses schreckliche Parteiensystem abschaffen. Meiner Meinung nach mu dieses System ersetzt werden und wir müssen, wenn möglich, zu einem Staat zurückkehren, in dem die Gewählten ins Parlament gehen und sagen: ich bin euer Vertreter und ich gehöre keiner Partei an. Ich glaube, da der Zusammenbruch des Marxismus uns die Gelegenheit biete, in dieser Richtung vorzugehen. Was die von mir angegebenen Prioritäten betrifft, so hoffe ich wirklich, da irgendeine Partei, ganz egal welche, sie annimmt, da sie sie zu den ihren macht. Auf diese Weise würden auch andere dazu gebracht, sie anzunehmen und es würde so eine neue Situation geschaffen.

Welche Art Modell ist ihrer Meinung nach für die heutige Zeit am zufriedenstellendsten?

POPPER - Ein gutes politisches Modell ist im wesentlichen das der Demokratie, einer Demokratie, die es letzten Endes nicht als ihre Aufgabe betrachtet, eine kulturelle leadership auszuüben.

Einer der schwerwiegendsten Gründe für Gewalt und Krieg scheint der Nationalismus zu sein. Was halten Sie von den wachsenden Bestrebungen, auch in Europa, unabhängige Staaten zu schaffen?

POPPER - Wesentlich ist, da in einer so dicht bevölkerten Welt alle diese durch den Nationalismus aufgeworfenen Probleme als gefährlich betrachtet werden müssen. Es handelt sich um eine Gefahr, die den Rechtsstaat betrifft. Hier mu man eine Tatsache erwähnen, der in der europäischen Nationalitätendebatte nicht genug Gewicht beigemessen wird und die alleine bereits die gesamte Problematik der Nationalitäten beinhaltet: es geht darum, da die Minderheiten geschützt werden müssen. Die Idee selbst des Nationalstaates ist unmöglich zu realisieren, wenn man nicht zuallererst dieses Prinzip vertritt.

 
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