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Il partito nuovo, Raffaelli Mario - 19 marzo 1993
DAS NAGORNO KARABACH

ZUSAMMENFASSUNG: Aus dem Beitrag von Mario Raffaelli zur zweiten Sitzungsperiode des Kongresses der Radikalen Partei, ehemaliger Staatssekretär im Auswärtigen Amt für die italienische Regierung, Sozialist, Mitglied der Abgeordnetenversammlung der Radikalen Partei, derzeitiger Präsident der Friedenskonferenz für das Nagorno Karabach im Auftrag der KSZE.

(DIE NEUE PARTEI, März 1993)

Das Interesse der internationalen Presse am Konflikt im Nagorno Karabach wird dessen Tragweite nicht gerecht. Es handelt sich hier um einen wichtigen Konflikt nicht nur wegen des Ausma es unsäglicher Leiden, sondern auch, was das Niveau der Feindseligkeiten zwischen den verschiedenen Ethnien angehörenden Völkern betrifft.

Dieser Konflikt hat zu einem fast völligen Abbruch der kommerziellen Beziehungen zwischen den direkt interessierten Ländern Armenien und Asserbaidschan geführt. Es ist ein Konflikt, der die Gefahr einer völligen Destabilisierung des gesamten kaukasischen Gebiets und die einer Einbeziehung der Länder, welche direkt oder indirekt Interessen in diesem Gebiet haben, insbesondere die Türkei und der Iran, aber auch Ru land, in sich birgt. Dies würde zu einer schrecklichen Eskalation führen. Seit die KSZE existiert, ist dies der erste Versuch, dieses Instrument an der direkten Verwaltung einer Kriesensituation und ihrer Verhütung zu messen.

Mit dem Ende der Zweipoligkeit und der Sprache, die dieser Logik entsprach, verschwand auch eine gewisse Fähigkeit, auch wenn sie sich auf ein tückisches Gleichgewicht stützte, die Konflikte unter Kontrolle zu halten oder sie zumindest, wenn sie ausbrachen, zu verwalten. Auf die neue Situation der Unordnung mu man mit einer Situation antworten, deren Gleichgewicht auf einem allgemeinen Konsens beruht, welcher nicht nur von den Regierungen, sondern auch von der Bevölkerung geteilt wird. Die Gebiete mit den grö ten Kriesenherden sind diejenigen, wo zu den Problemen, die aus dem Übergang von einem gefestigten Regime zu einem anderen entstehen, auch noch diejenigen der Beziehungen zwischen verschiedenen Nationalitäten und Ethnien kommen; und dies in einer allgemeinen Situation, in der man fast überall eine neue Politisierung der ethnischen Zugehörigkeit feststellen kann, die zu einer Art uranfänglicher Zuflucht wird, eine Suche nach den eigenen Wurzeln in einer unordentlichen Welt, in einer Welt, die sich änder

t. Dieses Bedürfnis kann nicht dämonisiert werden. Es mu verwaltet werden, indem man politische, doch zuallererst kulturelle Situationen schafft, in denen die Verschiedenheit zum Reichtum wird, zu einem Element, das benutzt werden kann und nicht zu einem Element der Auseinandersetzung mit dem, der anders ist als wir. Um dies zu realisieren, braucht es Kultur, Dialog, Tolleranz, brauchen wir nationale und internationale Instrumente, um Situationen dieser Art verwalten zu können.

In die lange Geschichte des Konflikts im Nagorno Karabach

sind viele europäische Länder verwickelt, oft auf sehr negative Art und Weise, mit nicht eingehaltenen Versprechen, mit dem Vorrecht der eigenen Interessen gegenüber diesen schwächeren Völkern. Es ist sehr wichtig, da die in den internationalen Organisationen gemachten Anstrengungen von einer politischen, kulturellen und ideelen Aufmerksamkeit begleitet werden, wie sie nur eine geduldige und beständige Arbeit hervorrufen kann. Aus diesem Grund sind Gelegenheiten, wie die des transnationalen Kongresses der Radikalen Partei so äu erst wichtig.

 
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