Appell an die UNO für das Recht eines jeden Menschen, nicht infolge eines Gerichtsurteils oder einer gerichtlichen Ma nahme getötet zu werden.Wir, die Unterzeichneten,
sind der Ansicht, da das Recht eines jeden Menschen, nicht infolge eines Gerichtsurteils oder einer gerichtlichen Ma nahme getötet zu werden, auch wenn diese in Befolgung der Gesetze erlassen wurden, in jeder Rechtsordnung als neues, grundlegendes Persönlichkeitsrecht verankert werden soll.
Wir appellieren an die Vereinten Nationen, sofort zu handeln, durch die Ausarbeitung von Texten und Programmen und ihrer Förderung auf internationaler Ebene, damit diese neue Errungenschaft im Bereich des Rechts und der Gesetzgebung zu Beginn des neuen Jahrtausends überall auf der Welt Wirklichkeit wird.
Wir fordern, da jene Länder, die Todesurteile an Minderjährigen, schwangeren Frauen, Geisteskranken und Alten vollstrecken, sofort angemahnt werden, sich zu verpflichten, die in diesen Fällen durch die internationalen Abkommen vorgesehenen Ausschlie ungen, welche bereits ein internationales Gewohnheitsrecht darstellen, zu akzeptieren oder zu respektieren.
Wir fordern, da der Sicherheitsrat im Falle von Staatsstreichen eingreifen kann, um eine einjährige Aussetzung der Hinrichtungen und weitestgehende prozessuelle Garantien für die Verurteilten zu erwirken, um den Preis von Sanktionen und der Verweigerung der internationalen Anerkennung.
Wir fordern, da jenen Staaten, welche die Todesstrafe aufrechterhalten, eine dreijährige Aussetzung der Hinrichtungen auferlegt wird, um der Bestimmung des neuen Persönlichkeitsrechtes die nötige politische Frist zu gewähren.
Wir fordern, mit Bezug auf die Vorschläge, ein für Schwerverbrechen zuständiges internationales Gericht zu gründen, da die Anwendung der Todesstrafe in jedem Fall ausgeschlossen wird.
(eine Initiative der Radikalen Partei und der "Internationalen Liga für die Abschaffung der Todesstrafe innerhalb des Jahres 2000" - Veranstaltungskomitee und Koordinierungsausschu )